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Ausbildung zum CMAS Nitrox** 2007 (D) PDF Drucken E-Mail
Montag, 24. September 2007 um 00:00 Uhr

Spätestens der letzte Dahab Urlaub zeigte mir deutlich, dass ich mit meinen Wunschtauchgängen an einem Limit angekommen bin, welches den Einsatz von Atem- und Dekogasen rechtfertigt, die weit über den bisherigen PADI Nitrox Standard hinausgehen.

Der Entschluss mich weiter Fortzubilden stand also fest, aber wo? Die Grundvoraussetzung für den Kurs war für mich absolutes Vertrauen zum Tauchlehrer und die Vermittlung von möglichst fundiertem Wissen aus der Praxis des technischen Tauchens.

Durch meine zahlreichen Aktivitäten beim Divecenter Paradiese lernte ich Markus kennen. Er nahm sich in einem Vorgespräch zum CMAS Nitrox** Kurs ausreichend Zeit zur Beantwortung meiner Fragen. Schnell war mir klar, dass ich in ihm nicht nur einen Tauchlehrer, sondern auch einen erfahrenen Praktiker im technischen Tauchen gefunden hatte. Die Chemie stimmte und die Vorfreude stieg.

Noch erfreuter war ich, als ich erfuhr, dass Marcus denselben Kurs absolvieren möchte und mein Buddy sein wird. Ich kannte Marcus schon von zahlreichen Gesprächen und auch hier stimmte die Chemie.

Am Wochenende vom 21.-23.09.2007 war es endlich soweit. Am Freitag trafen wir uns in der Tauchschule, gingen in aller Ruhe die Konfigurationen unseres Equipments durch und errechneten unsere Nitrox-Gemische für den kommenden Tauchtag. Endlich konnte ich das Wissen aus der CMAS Gasmischer Prüfung (Gasblender) mal wieder einsetzen. Wir entschieden uns aufgrund der bevorstehenden Tauchgängen mit zahlreichen Übungen für ein 30'er Grundgemisch und ein 50'er Dekogemisch. Der Abend zog sich noch etwas hin und ich begrüßte mein Bett gegen Mitternacht.

Bei strahlendem Sonnenschein empfing uns Alex am Samstag Morgen mit frischen Croissants und leckerem Cappuccino in der Tauchschule. Nachdem unsere Doppelgeräte und Stages gefüllt waren, machten wir uns sofort mit dem DCP Bus auf den Weg zum Starnberger See. Die Fahrzeit nutzten wir optimal aus, indem wir schon mal durch die Theorie des Nitrox** Kurses gingen.

Zügig bereiteten wir uns auf den bevorstehenden ersten Tauchgang vor. Markus strahlte die gewohnte Ruhe aus und briefte uns sorgfältig.

Die beiden folgenden Tauchgänge forderten uns sehr. Wir kämpften mit diversen (gestellten!) abblasenden und ausfallenden Automaten, defekten Masken, OoA Situationen, Stagehandling, Reel & Dekobojen, .... und verbrachten unzählige Minuten mit Wechselatmung.

Am Schluß des zweiten Tauchgangs folgte das Anschwimmen des Tauchpartners mit herausgenommenen Atemregler. Es galt die Distanz von 15 Meter zu überwinden. Wir waren erstaunt, wie leicht uns diese Übung nach der gründlichen Vorbereitung fiel.

Gut gelaunt machten wir uns auf den Heimweg in die Tauchschule, in der uns noch eine ausgiebige Theorielektion erwartete. In den kommenden Stunden wurde gelernt, gerechnet und geplant. Wir errechneten manuell und mit der Software GAP die nächsten Tauchgänge, für die wir uns die Galerie am Walchensee ausgesucht hatten. Dieser Tauchplatz zählt aufgrund der Steilwand zurecht zu den anspruchsvollsten der Region. Der lange Abend endete mit dem Füllen der Flaschen und mit der sorgfältigen Übertragung der Runtime auf unsere Schreibtafeln.

Eine kurze Nacht neigte sich um 6 Uhr dem Ende zu. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und ich traf mich mit Marcus um 8 Uhr in der Tauchschule. Die Fahrt verging wie im Flug und wir freuten uns auf die bevorstehenden Tauchgänge. Wie erwartet, hatten auch zahlreiche Surfer den Sonnenschein für einen Ausflug an den Walchensee genutzt und der Parkplatz an der Galerie war bereits ziemlich voll. Trotzdem konnten wir noch einen guten Platz in der zweiten Reihe ergattern.

Routiniert wurde die Ausrüstung für die bevorstehenden Tauchgänge vorbereitet und gecheckt. Wir stiegen am rechten Pegelturm ins Wasser, legten unsere Stages an und glitten am Blitzableiter hinab in die Dunkelheit. Einzig die Checks in drei, sechs und neun Metern zwangen uns zu kurzen Pausen. Als wir in der geplanten Zieltiefe angekommen waren, bogen wir links in Richtung des Autowracks, ein alter Lloyd, ab.

Zufrieden paddelten wir an der schönen Steilwand entlang. Aufgrund der gewählten Bottom- und Dekogase blieb uns reichlich Grundzeit zum genießen. Pünktlich, wie es unsere Runtime vorgab, leiteten wir den Aufstieg ein, spoolten unsere Stops ab und.... legten noch eine Fleißübung mit einem abgerutschten Flossenband ein. Auch diese meisterten wir im Buddyteam absolut vorbildlich.

Auf 21 Metern gönnte unsere Runtime uns eine kurze Pause, die wir zum Setzen der Boje nutzen. Von da an "kurbelten" wir uns Meter um Meter zur Wasseroberfläche.

Zufrieden erreichten wir nach 68 Minuten die Wasseroberfläche. Geschafft! Auch Markus zeigte sich mit unserer Leistung sehr zufrieden. Eigentlich schade, dass die Praxis hiermit schon abgeschlossen war, da wir von Markus sehr viele wertvolle Tipps aus der Praxis mit auf den Weg bekommen haben.

Nach einem heißen Cappuccino traten wir den Rückweg an. Die Theorieprüfung wartete noch auf uns. Aufgrund der guten Vorbereitung und der Vorkenntnisse von Marcus und mir, hatten wir keinerlei Probleme mit der schriftlichen Prüfung und beendeten den Kurs mit einem verdienten Dekobierchen.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Divecenter Paradiese, bei Alex, Markus und Marcus vielmals bedanken. Der ganze Kurs war toll organisiert, war sehr lehrreich und hat mächtig viel Spaß gemacht.

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